Wie du dein Coaching-Thema und gleichzeitig deine Berufung findest

Veröffentlicht am

So findest du dein Coaching-Thema für dein Business

Bist du kurz vor Abschluss deiner Coaching-Ausbildung oder hast sie bereits beendet und brennst jetzt darauf, loszugehen und endlich Menschen zu coachen? Aber du weißt nicht genau, auf welches Coaching-Thema du dich spezialisieren solltest, oder ob es besser wäre das ganz offen zu lassen und zu schauen, mit welchen Themen die Menschen zu dir kommen?

Ich kann deine Fragen, die dir im Kopf rumschwirren, verstehen. Es ist gut, dass du sie dir stellst und nicht kopflos losrennst. Einfach mal machen, anfangen und ausprobieren ist in vielen Fällen besser, als ewig zu überlegen und dann lange nichts zu tun.

Dein Coaching-Thema zu finden ist jedoch elementar, denn es ist Teil deiner Positionierung, mit der du dich am Markt unverkennbar von Wettbewerbern abhebst. Es ist die klare und starke Basis für dein gelingendes Business, das dir Freude macht und dich erfüllt.

Bevor du also startest, finde dein Coaching-Thema! Ich zeige dir hier, wie du das machst!

Dein Coaching-Thema ist Basis für dein Angebot

Vielleicht bist du Life-Coach, Business-Coach oder Hypnose-Coach und willst dich jetzt endlich als Coach selbstständig machen. Dazu brauchst du ein Angebot, damit Kunden bei dir buchen können. Ist ja klar, oder? Viele denken jedoch, es reicht aus, „Ich begleite dich als Coach auf dem Weg zu deiner Lösung“ auf die Webseite zu schreiben. Das ist allerdings kein konkretes Angebot. Das kannst du erst entwickeln, wenn du dein Coaching-Thema gefunden hast.

Versetze dich einmal in die Lage eines potenziellen Kunden. Fühlst du dich von dieser o. g. Aussage angesprochen? Vermutlich nicht so wirklich. Wenn du selbst ein Thema aka Problem hast, suchst du doch sicher ganz konkret in diese Richtung und nicht nach allgemeiner Begleitung.

  • Menschen, die aufhören wollen zu rauchen, suchen zum Beispiel gezielt nach einem Hypnose-Coach zur Rauchentwöhnung.
  • Oder jemand, der unglücklich in der Partnerschaft ist, sucht eher nach einem Life-Coach für Beziehungs- oder Partnerschaftsthemen als nach irgendeinem Coach.

Diese Themen lassen sich natürlich noch weiter konkretisieren. Der Beziehungscoach könnte sich zum Beispiel darauf spezialisieren, Menschen zu begleiten, die sich endlich aus einer toxischen Beziehung befreien wollen. Ausgehend von dem jeweiligen Thema kann dann ein konkretes Angebot entwickelt werden.

Greife dein Coaching-Thema nicht aus der Luft

Jetzt könntest du Google nach möglichen Themen befragen und dir eins aussuchen, dein Angebot entwickeln und endlich starten. Das klingt easy. Wäre es auch. Nur leider nicht nachhaltig und nicht 100% du. Ziemlich sicher würdest du nicht lange Freude daran haben und nach kurzer Zeit dein Thema wechseln wollen.

Das habe ich schon oft auf meiner Lieblings-Business-Plattform LinkedIn (vernetze dich gerne mit mir) beobachtet: Coaches starten ihre Selbstständigkeit mit einem Thema, das bei anderen gut läuft, und hoffen, dass es bei ihnen genauso ist. Oder sie wählen ein Coaching-Thema, das andere ihnen empfehlen, weil sie meinen, dass es gut zu ihnen passt. Und nach einigen Monaten stellen sie fest, dass es das nicht ist und begeben sich wieder auf die Suche nach Neuem. Im besten Fall versuchen sie es mit einem neuen Thema. Manchmal geben sie ihr Business an der Stelle jedoch wieder auf, weil sie denken, eine Selbstständigkeit als Coach ist nichts für sie. Es sollte halt nicht sein.

Es wäre so schade, wenn dir das auch passiert. Denn der Ausgangspunkt ist ja, dass du dafür brennst, Menschen zu coachen und dass du dich auf deine Selbstständigkeit freust. Eine Veränderung im Business ist natürlich immer möglich und kein Problem. Aber warum nicht direkt damit losgehen, was wirklich zu dir passt und deins ist?

Wie du dein Coaching-Thema konkret finden kannst

Jetzt willst du aber endlich wissen, wie du dein Thema findest, nachdem ich dir gesagt habe, welcher Weg meiner Meinung nach nicht der ist, mit dem du glücklich wirst.

Also los, ich mache nicht länger ein Geheimnis draus: Du findest die Antwort auf die Frage nach deinem Thema in dir selbst! Es ist wie immer im Coaching: Niemand im Außen kann die Lösung für den Coachee finden, die genau die richtige ist. Denn diese steckt in ihm selbst.

So ist es auch mit deinem Thema für dein Coaching-Business. Und insgesamt für deine komplette Positionierung. Nachhaltiger Businessaufbau geht von innen nach außen. Finde in dir selbst, was du dann im Außen sichtbar machst.

Schritt 1 zu deinem Business-Thema: Finde dein Warum

Dein Warum ist der Kern deiner persönlichkeitsbasierten Positionierung. Dein Warum ist deine Kernmotivation und Essenz deiner Persönlichkeit. Dein Warum gibt dir Klarheit über den Beitrag, den du mit Leichtigkeit leistest (das, was du wie selbstverständlich aus dir heraus mit Freude tust), und der Wirkung (dein großes intrinsisch motiviertes Anliegen, was du (in der Welt) verändern möchtest), die dieser Beitrag erzielt.

So findest du dein Warum

1. Blicke in die Vergangenheit und markiere auf deinem Lebensstrahl prägende Situationen, die von hohen Emotionen begleitet wurden. Schau auf die Ereignisse, die du als positiv bewertet und auch auf die Situationen, die du negativ empfunden hast. Es können die „großen“ Themen des Lebens – wie zum Beispiel Schulabschluss, Geburt eines Kindes, Tod eines geliebten Menschen – sein. Aber auch scheinbar (für andere) unspektakuläre kurze Begegnungen oder „kleine“ Momente – wie ein berührendes Gespräch oder ein starkes Gefühl, das dich beim Lesen eines Buches oder einer Geschichte begleitet hat.

2. Träume groß, und schreibe dir auf, in welche Leben du gerne einmal schlüpfen würdest, wenn es möglich wäre und keine Grenzen gäbe. Entwickle mindestens 5 Traumleben, in denen du rein der Freude folgen darfst. Du musst also nichts tun, um Geld zu verdienen, damit du dein Überleben sicherst. Stell dir vor, es wäre immer für dich gesorgt, ohne dass du etwas dafür tun müsstest.

3. Betrachte all deine Notizen, erkenne Muster und rote Fäden. Darin findest du die zwei Themen, die dein Warum definieren. Damit du ein Beispiel hast, teile ich mit dir mein Warum:

„Ich möchte dich unterstützen, deinen Kern zu entdecken und zu lieben (mein Beitrag), damit du authentisch deinen Weg gehen kannst (Wirkung).“

Mein Extra-Tipp: Lasse dich von einer neutralen Person beim Warumfindungsprozess begleiten. Es sollte jemand sein, der gut aktiv zuhören und „die richtigen“ Fragen stellen kann, um in die Tiefe zu gehen und zu erkennen, was der Kern deiner prägenden Situationen bzw. deiner selbst entwickelten Traumleben ist. Wie du als Coach selbst weißt, haben wir alle unsere blinden Flecken. Und es wäre schade, wenn du beim Alleinversuch etwas übersiehst und/oder an der Oberfläche bleibst.

Schritt 2 zu deinem Coaching-Thema: Finde deine Berufung

Irgendein Coaching-Thema sollte es nicht sein. Sondern deine Berufung. Damit du das tust, was du wirklich wirklich (aus dem tiefsten Inneren heraus) willst, das du richtig gut kannst und das dich mit Sinn erfüllt! Denn das ist meine Definition von Berufung.

So findest du deine Berufung:

1. Finde dein Warum (das hast du ja schon erledigt, wenn du meinen Tipps gefolgt bist ;-))

2. Nimm dir deine Notizen aus dem Warumfindungsprozess zur Hand und definiere daraus Folgendes (an dieser Stelle merkst du, dass du bei der tiefgreifenden Suche nach deinem Warum noch viel mehr gefunden hast und deine Erkenntnisse und Informationen über dich selbst vielfältig nutzen kannst):

  • Bestimme deine fünf größten und liebsten Stärken. Die Stärken, die du auch selbst gerne hast und einsetzen möchtest. (Es ist nicht selten, dass wir etwas gut können, es aber nicht (beruflich) einsetzen möchten. Schau auch hier genau hin, und lass dir von niemandem reinquatschen. Auch das habe ich oft erlebt: Dass Andere meinen zu wissen, was „dein Ding“ ist. Diese Betrachtung von außen muss aber nicht mit deiner Selbsteinschätzung und deinem Gefühl übereinstimmen.)
  • Beantworte dir folgende Fragen: Welche Themen aus deiner Vergangenheit oder deinen Traumleben berühren dein Herz am meisten? Welches Problem hast du in der Vergangenheit gelöst und möchtest nun andere dabei unterstützen?

3. Kombiniere alle Essenzen aus den Schritten 1 und 2, und bringen sie in einen für dich stimmigen Kontext. Manchmal ergeben sich mehrere mögliche passende Coaching-Themen. Überprüfe, ob alle einen direkten Bezug zu deinem Warum haben. Denn das ist dein Garant für Erfüllung. Hast du immer noch mehrere Themen zur Auswahl? Dann spüre in dich hinein, wobei dein Herz höher schlägt. Das ist dein ganz persönliches Coaching-Thema!

Mutmach-Tipp: Wenn du jetzt denkst, dass das nach einem langen und schwierigen Prozess klingt, dann will ich dir versichern, dass es eine Arbeit ist, die sich absolut lohnt! Es ist die wichtigste Basis für deine Selbstständigkeit als Coach, dass du dich selbst gut kennst und dein Business auf Basis deiner Persönlichkeit aufbaust. Diese Vorarbeit braucht ein wenig Zeit und Energie. Das zahlt sich nach hintenraus aus. Denn so startest du mit Klarheit und mit einem Thema, für das du brennst.

Und das schöne ist, dass du aus allem, was du bis hierher entwickelt hast, deine komplette unverwechselbare Positionierung aufbauen kannst. Mit dieser hast du ein starkes Fundament, das dich tragen wird. Ohne das könntest du auch einer der Coaches werden, denen nach ein paar Monaten die Puste ausgeht und die aufgeben. Ich wünsche dir von Herzen, dass du den anderen Weg gehst.

Als Coach weißt du ja selbst am besten, wie wertvoll Unterstützung ist. Wenn du dein Coaching-Thema mit mir finden und deine glasklare Positionierung definieren willst, melde dich gerne bei mir. Hier kannst du dir einen kostenfreien 30-minütigen Berufungstalk buchen, in dem wir schauen, ob und wie ich dich begleiten kann. Ich freue mich auf dich.

 

𝐒𝐞𝐢 𝐝𝐮 𝐬𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭 🧡 𝐬𝐭ä𝐧𝐝𝐢𝐠.

Schreibe einen Kommentar

Loading...